Gesunde Wirtschaft fördern
Wir verknüpfen
Wirtschaft, Innovation und Ökologie.
Wir stehen für eine Politik, die den Menschen in den Mittelpunkt jeden
Handelns rückt. Politik darf sich niemals an einseitigen Interessen
ausrichten Sie muss allein dem Ziel dienen, die Lebensbedingungen von
Menschen zu verbessern. Es bleibt die Stärke der SPD, ökonomische
Vernunft, soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung im
praktischen Regierungshandeln zu verbinden. Dieser Dreiklang ist unser
Markenzeichen für nachhaltige Politik.
Die
Wirtschaftsstruktur unseres Landes NRW ist regional differenziert. Wir
unterscheiden Industriestandorten und mittelständischen geprägte
Regionen. Außerdem sehen wir Kleinunternehmen als dritte Keimzelle für
Wachstum.
Hier finden Sie
einen Ausschnitt unserer Positionen zur Wirtschaftspolitik:
Fortschrittsmotor Klimaschutz
Verantwortungsvolle Politik ermöglicht es allen Menschen, am Klimaschutz
mitzuwirken und möglichst wenig von der teurer werdenden Energie zu
verbrauchen.
Wir in
Nordrhein-Westfalen verstehen den Klimaschutz als einen
Fortschrittsmotor für eine starke Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen,
weil er Ökonomie, Ökologie und die soziale Gerechtigkeit für alle
Menschen in NRW verbinden kann. In einer neuen Landesregierung mit
Hannelore Kraft als Ministerpräsidentin werden wir ein Sofortprogramm
für NRW mit folgenden Maßnahmen umsetzen:
1. Effiziente
Technologie –
Wir werden unsere Energie zukunftsfest machen und mit Hilfe von
effizienten Technologien den Einsatz von Energie und Rohstoffen
drastisch senken.
2.
Atomausstieg –
Wir halten in NRW am Atomausstieg fest. Längere Laufzeiten gefährden den
Ausbau der erneuerbaren Energie massiv und verhindern eine
Modernisierung von Kraftwerksparks. Wir werden auch keinen Neubau von
Atomkraftwerken in NRW zulassen.
3. weniger
Energieimport –
Wir werden unsere Abhängigkeit von Energieimporten verringern. Der
Import von Öl, Gas, Kohle und Uran kostet uns viele Milliarden Euro
jährlich. Deshalb müssen wir durch Einsparungen den Energiebedarf senken
und wo immer es möglich ist, auf heimische Energien setzen, die die
Wertschöpfung bei uns in NRW sichern. Arbeitsplätze entstehen durch
heimischen Bergbau, eigene Kraftwerke oder die Nutzung von Sonne, Wind,
Wasserkraft und Biomasse.
4.
Stromverbrauch senken –
Wir werden
unseren Stromverbrauch senken und suchen dazu den Dialog mit
Energieversorgern, Städten und Gemeinden, Verbraucherzentralen und
Energieagentur. Wir wollen den Menschen beim Strom sparen helfen und
dazu alle Möglichkeiten nutzen, z.B. auch neue Finanzierungsmodelle für
sparsamere Elektrogeräte wie Kühlschränke oder Waschmaschinen.
5. heimische
Energiequellen –
Wir wollen unsere heimischen Energiequellen konsequent nutzen. Wir
wollen einen stark steigenden Anteil der regenerativen Energien. Daneben
sichert es uns ab, wenn wir die heimische Braunkohle weiter planmäßig
abbauen und den Sockelbergbau in der Steinkohle weiter erhalten.
6.
regenerative Energie –
Wir wollen den Durchbruch der erneuerbaren Energien in NRW. Derzeit
liegen wir im Vergleich der Bundesländer auf einem beschämenden 12.
Platz. Jetzt gilt es, Hemmnisse für den Ausbau erneuerbarer Energien
abzubauen. Dazu werden wir ein Programm „Million Dächer Solarthermie“
auflegen. Wir werden dem Repowering von Windenenergieanlagen in NRW zum
Durchbruch verhelfen und dazu auch bestehende Windräder durch leisere
und leistungsfähigere Anlagen ersetzen.
7. Stadtwerke
stärken –
Wir werden
unsere Stadtwerke stärken. Wir wollen nicht, dass der Energiemarkt von
den vier großen Energieversorgern beherrscht wird. Deshalb werden wir
den Stadtwerken ermöglichen, sich wieder breit im Energiemarkt zu
betätigen und damit den Wettbewerb zu stärken. Dazu werden wir den § 10
der Gemeindeordnung ändern.
8.
Kraft-Wärme-Kopplung –
Wir werden die
Kraft-Wärme-Kopplung ausbauen und ein Fern- und Nahwärmeprogramm für NRW
auflegen, weil heute zuviel Strom in Kraftwerken erzeugt wird, die Wärme
ungenutzt an die Umgebung abgeben.
9.
Stromtankstellen –
Wir werden in
NRW den Ausbau von Stromtankstellen voranbringen. Von den modernen
PKW-Konzepten sind im Bereich der Elektromobilität in den nächsten
Jahren die größten Fortschritte zu erwarten. Deshalb werden wir an Rhein
und Ruhr im Dialog mit Autoindustrie, Energiewirtschaft und Forschung
Stromtankstellen einrichten.
10.
Anreizprogramm zur energetischen Sanierung –
Wir werden in
NRW mit einem Investitionsprogramm Anreize schaffen, öffentliche Gebäude
und private Wohnhäuser energetisch zu sanieren.
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Konzept „gutes Handwerk“
Wir stehen für
eine mittelstandsfreundliche Wirtschaftspolitik. Wir wissen: Das
Handwerk ist eine wichtige Säule unseres Mittelstandes. Handwerk - das
sind in Nordrhein-Westfalen 100 Milliarden Euro Umsatz und über eine
Million Arbeitsplätze. Und das Handwerk war stets ein Ausbildungsmotor
der Wirtschaft. Wir haben ein Konzept "Gutes Handwerk" entwickelt, das
finanzielle, steuerliche und Beratungs-Hilfestellungen bietet. Wir
wollen möglichst optimale Rahmenbedingungen für wirtschaftlichen Erfolg
in sozialer Verantwortung der Handwerksbetriebe gestalten. Dabei gilt
es, Innovationsprozesse aktiv zu unterstützen und Wissenschaft und
Unternehmen zusammen zu bringen.
Gründerzentren –
Mit der
Einrichtung von Gründerzentren wollen wir eine zielgerichtete
Strukturentwicklung von Regionen beschleunigen und ein besseres
Gründungsklima erzeugen. Gerade für kleine und mittelständische
Unternehmen sind konkrete Hilfen beim Innovationsmanagement wie z.B. dem
Verwerten von Patenten sinnvoll.
Qualifizierungsoffensive –
Eine
Qualifizierungsoffensive für Fachkräfte wird das Handwerk und die
mittelständischen Unternehmen in ihren Ausbildungsbemühungen
unterstützen. Das bestmögliche Schul- und Hochschulangebot macht den
Mittelstand zukunftssicher. Und dazu gehört insbesondere die Öffnung der
Fachhochschulen für berufliche Praktiker.
Ortsnahe
Vergabe –
Wir stehen für
die ortsnahe Vergabe öffentlicher Aufträge, wo immer dies möglich ist.
Wir halten am System der öffentlichen Banken und Sparkassen fest, um die
Kreditversorgung für Mittelstand und Handwerk sicher zu stellen.
Planung und
Genehmigung –
Wir werden das
Planungsrecht und die Genehmigungspraxis in NRW modernisieren. Bei allen
Planungsphasen und auf allen Entscheidungsebenen brauchen wir ein
Höchstmaß an Effizienz, Transparenz und den verlässlichen Grundsatz: Wir
machen aus Betroffenen Beteiligte.
Steuerpolitik
– Wir
setzen auf praktische Hilfen und ehrliche Partnerschaft. In der
Bundesregierung haben wir die steuerliche Absetzbarkeit von
Handwerksleistungen durchgesetzt.
Finanzierung
–
Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen muss die Liquidität
und Investitionsfähigkeit gegeben bleiben. Banken und Sparkassen müssen
hier ihren Beitrag leisten. Eine SPD-Landesregierung wird hier die
Weichen stellen, dass die finanziellen Rahmenbedingungen für gesunde und
aufstrebende Unternehmen optimal sind. Und das gilt auch für „Start Ups“
und Unternehmensgründer.
Mittelstandsbeauftragte –
Wir werden
wieder einen Mittelstandsbeauftragten einsetzen, um die Belange der
kleinen und mittleren Unternehmen ausreichend zu berücksichtigen und
einen kontinuierlichen Mittelstands-Dialog im Wirtschaftsministerium
etablieren.
Managergehälter –
Wir setzen auf
eine neue Unternehmenskultur in NRW, die soziale Verantwortung und
Leistungsstolz verknüpft und als Markenzeichen zum Gegenpol einer
Mentalität der Gier macht. Im Bundesrat werden wir uns für klare Regeln
und Begrenzungen von Gehältern, Bonuszahlungen und Abfindungen von
Managern einsetzen.[Zurück]
Innovationsoffensive NRW
Wir werden eine
Innovationsoffensive für NRW starten und damit im Umfeld von
Wachstumsbranchen den gezielten Ausbau und die Stärkung landesweiter
Netzwerke zwischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen
initiieren. Wir wollen den Brückenschlag zwischen kleinen und
mittelständischen Unternehmen, dem Handwerk und der Forschung
erleichtern. Durch gezielte Förderung, z.B. in Form des Beratungs- und
Innovationsschecks, sollen solche Unternehmen bei
Forschungseinrichtungen oder Hochschulen auf dem Weg zu neuen Produkten
oder Prozessinnovationen durch Beratung Unterstützung erhalten. Der
Beratungsscheck soll die Hälfte der Forschungs- und Entwicklungskosten
bei einer Höchstförderung von 15.000 Euro abdecken.
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Medienpolitik
Demokratie
braucht starke Medien und das Medienland Nordrhein-Westfalen braucht
eine gute Medienpolitik. Den gesetzlichen Auftrag der Landesanstalt für
Medien und des WDR für diese Aufgabe werden wir weiter stärken. Beide
sind wichtige Partner für NRW. Darüber hinaus stehen wir für folgende
Positionen:
Duales
Rundfunksystem –
Eine moderne Demokratie kann nicht existieren ohne verantwortliche, der
Demokratie verpflichtete Medien. Deswegen werden wir das duale
Rundfunksystem der öffentlich-rechtlichen und privaten Anbieter in
Nordrhein-Westfalen stärken. Vielfalt beinhaltet auch den erfolgreichen
Lokalfunk in NRW. Wir setzen darauf und wollen ihn auch in der digitalen
Welt sichern helfen.
Vielfalt der
NRW-Verlagshäuser –
Wir setzen auf
die Vielfalt der NRW-Verlage, die längst zu Medienhäusern geworden sind.
Sie sind gerade im Lokalen und Regionalen für den Zusammenhalt und den
Willensbildungsprozess unverzichtbar. Qualitätsjournalismus muss über
alle Verbreitungsformen und -wege möglich sein.
Medienkompetenz –
In einer sich ändernden Medienlandschaft müssen alle Bürgerinnen und
Bürger neue Medien verantwortlich nutzen können. Wir machen die
Nutzerinnen und Nutzer stark. Sie müssen Kompetenz im Umgang mit
Informationen und Daten besitzen. Damit verhindern wir auch eine
drohende Spaltung unserer Gesellschaft. Deshalb werden wir in allen
Schulformen einen altersgemäßen Medienkompetenzführerschein etablieren.
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Moderne Datennetze
Unsere Welt ist
innerhalb weniger Jahre in ein digitales Zeitalter katapultiert worden.
Das bedeutet auch, dass neue Anforderungen an den Datenschutz und die
digitale Privatsphäre gelten. Das Grundrecht auf Privatsphäre muss dabei
auch im Internet gewahrt werden.
Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit stärken –
Wir
wollen die Unabhängigkeit und Arbeitsfähigkeit des Landesbeauftragten
für Datenschutz und Informationsfreiheit in Nordrhein-Westfalen stärken.
Hierfür werden wir die personelle und materielle Ausstattung der
Institution sicherstellen und wirksamere Sanktionierungsmöglichkeiten
für Datenschutzvergehen schaffen.
Betrieblicher
Datenschutz –
Betriebliche
Datenschutzbeauftragte brauchen, ähnlich wie die Betriebsräte, einen
stärkeren arbeitsrechtlichen Schutz und Rechte, die über den
Kündigungsschutz hinausgehen.
Verbraucherschutz –
Wir wollen eine
datenschutzfreundliche Verbraucherschutzpolitik umsetzen. Dazu gehört
es, dass Verbraucherinnen und Verbraucher aktiv zustimmen müssen, bevor
ihre persönlichen Daten für Auswertungen oder Werbezwecke gespeichert
und weitergeben werden dürfen.
Freie
Software –
Wir wollen die
Verbreitung von freier Software und freiem Wissen fördern. Durch
öffentliche Förderung generierte Forschungsergebnisse müssen den
Bürgerinnen und Bürgern unter öffentlichen Lizenzen zur Verfügung
gestellt werden.
Schnelle
Datennetze flächendeckend –
Jeder und jedem
muss ein Basiszugang zum Datennetz zur Verfügung gestellt werden, um
Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit sicherzustellen. Einer
digitalen Spaltung unseres Landes in schnelle, breitbandversorgte und
nicht versorgte Regionen wollen wir entgegenwirken. Wir werden im Dialog
mit den Infrastrukturanbietern zu verbindlichen Verabredungen kommen.[Zurück]
Umweltpolitik
Umweltpolitik
ist schon lange eine Frage der sozialen Gerechtigkeit und damit auch
eine zentrale Frage für die SPD in Nordrhein-Westfalen. Benachteiligte
Haushalte leben oft auch in einer stärker belasteten Umwelt, z.B. in
Gegenden mit hoher Luftbelastung oder an lauten Verkehrsstraßen.
Verbessert sich die Umweltsituation, verbessert sich auch die soziale
Lebenslage. Konsequent betriebener Klima- und Umweltschutz trägt damit
auch zu mehr sozialer Gerechtigkeit bei.
Wir haben in NRW
die besondere Situation, dass Natur und industrielle Produktion in enger
Nachbarschaft liegen. Dadurch ergeben sich zwangsläufige
Interessenunterschiede zwischen Ökonomie und Ökologie. Diese macht sich
z.B. am Flächenverbrauch, in der Rohstoffgewinnung oder der Nutzung
unserer Ressource Nr.1, des Wassers, bemerkbar. Die politische Aufgabe
besteht darin, gesellschaftlich tragfähige Konsense zu finden, die
Beschäftigung sichern, die Umwelt schützen und eine nachhaltige
Entwicklung der natürlichen Lebensräume erzielen.
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Verbraucherpolitik
Verbraucherschutz –
Spätestens seit der Finanzkrise ist klar: Der Markt ist nicht mehr in
der Lage, soziale und ökologische Anforderungen der Gesellschaft zu
regeln. Wir werden für den Markt Regelungen finden und Anreize geben,
damit sozial und ökologisch nachhaltiges Handeln belohnt wird. Für uns
ist aktive Verbraucherpolitik ein zentraler Teil unserer
Wirtschaftspolitik.
Risiken
verringern –
Wir wollen
Verbraucherschutz so gestalten, dass nachhaltig produzierte Waren und
Dienstleistungen zu einer höheren Lebensqualität der Verbraucherinnen
und Verbraucher beitragen, gesundheitliche und materielle Risiken
verringert werden und die gesellschaftliche Teilhabe auch im Konsum
gesichert wird.
Datenschutz –
Die
Daten der Verbraucherinnen und Verbrauchen müssen stärker geschützt
werden. Wir stärken die Rechte von Verbrauchern als Kunden von Waren und
Dienstleistungen jeglicher Art.
Verbraucherzentralen stärken –
Gerade vor dem
Hintergrund globalisierter Märkte und neuer Vertriebswege wie
Teleshopping und Internet müssen wir die Information und die Kompetenz
der Verbraucherinnen und Verbraucher verbessern. Deshalb wollen wir eine
starke Verbraucherzentrale mit einer guten Präsenz vor Ort, die eine
unabhängige Beratung sicherstellt.
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Wir machen mobil – ÖPNV für
alle
Der Öffentliche
Personennahverkehr wird als zentrale Alternative zum Individualverkehr
gestärkt. Für den Klimaschutz und als Standortfaktor.
Sozialticket
–
Mobilität ist für uns ein Grundrecht. Deshalb brauchen wir das
Sozialticket, damit Menschen, die weniger haben, nicht von der Teilnahme
am gesellschaftlichen Leben abgehängt werden. Das Land wird die Kommunen
bei der Einführung von Sozialtickets unterstützen.
Zielgruppen –
Wir
müssen maßgeschneiderte Angebote (Jugendliche, Senioren, Auszubildende,
Freizeitsuchende) entwickeln oder weiterentwickeln. Auch der
demographische Wandel stellt uns vor die Herausforderung. Wir werden mit
einer Landesinitiative die Barrierefreiheit weiter fördern – auch im
ÖPNV.
Fahrradfreundliche Kommune –
Das
Fahrradfahren ist eine klimafreundliche Art der Mobilität, die
Gesundheit fördert, Geld spart und Staus vermeiden hilft. Unter der
rot-grünen Landesregierung haben wir das Programm „fahrradfreundliche
Kommune“ gestartet. Dies wollen wir fortsetzen, damit Fahrrad fahren
noch stärker als selbstverständliche Form des Individualverkehrs genutzt
wird.
Elektromobilität –
Auch Elektromobilität im Stadtverkehr wollen wir fördern und ausbauen.
Wir wollen, dass Fahrrad- und Elektromobilität auch zum erklärten
Förderziel der Bundesverkehrspolitik werden.
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