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10 Gute Gründe        Gute Arbeit für NRW

Über alternative Schulformen nachdenken

Die SPD sieht das Konzept der Gemeinschaftsschule gerade für das Münsterland mit seinen vorwiegend ländlich strukturierten Gemeinden, als sinnvolle Schulstruktur. Es vereinbart die Schule vor Ort, das längere gemeinsame Lernen, die individuelle Förderung der jungen Menschen und die Chance auf einen erfolgreichen Start in das Berufsleben ideal.

Erschreckend sind die aktuellen Zahlen der Anmeldungen an den Schulen des Münsterlandes. Das zeigt ganz deutlich, dass die Gestaltung der Bildungsstruktur eine zentrale Herausforderung sein wird.

Dabei hilft es wenig, über Schulformen zu streiten. Fakt ist, dass immer weniger Kinder zur Schule gehen werden. Aber wie soll eine Schulstruktur in dem vor allem ländlich geprägten Münsterland aussehen?

Neben der Grundschule können die Gemeinden vor Ort nicht immer alle Schulabschlüsse anbieten. Oftmals finden wir nur eine oder maximal zwei intakte weiterführende Schulen: die Haupt- und/oder die Realschule. Bei dieser vorhandenen Schulstruktur ist die Gefahr leider groß, dass einzelne Schulen geschlossen werden. Das müssen wir verhindern.

Eine vorhandene weiterführende Schule in einer Gemeinde ist nicht nur schulpolitisch wichtig, sondern auch ein wesentliches Argument der Stadtentwicklung einer Gemeinde. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass nach der Grundschule die Bildungsabschlüsse der Sekundarstufe I in möglichst vielen Gemeinden vor Ort geschützt werden. Wir müssen über alternative Schulformen nachdenken.

Durch die Unterteilung von Haupt- und Realschule soll auf die unterschiedlichen Stärken von Schülern eingegangen werden. Eine alternative Schule muss diesen umfassenden pädagogischen Ansatz aufnehmen. Eine Schule vor Ort muss mit den fassettenreichen Voraussetzungen umgehen, die die Schülerinnen und Schüler mitbringen, und entsprechende Angebote zur bestmöglichen Förderung jedes einzelnen unterbreiten. Jeder hat das Recht auf einen qualifizierenden Abschluss nach der 10. Klasse.

Dieser Abschluss muss so gestaltet sein, dass junge Menschen weiterhin die Chance haben, sich für eine Ausbildung zu entscheiden, für ein Berufskolleg oder auch den Übergang zur Sekundarstufe II um das Abitur zu machen.